Buddhismus in Deutschland

Buddhismus in Deutschland hat sich seit den 70er Jahren immer weiter verbreitet, vor allem in den Großstädten. In den Medien ist das Interesse am Buddhismus groß und die Praxismöglichkeiten sind vielfältig. Buddhismus in Deutschland besteht aus einer großen Anzahl an Organisationen und Schulen, asiatischen und westlichen, wobei die Hauptrichtungen Theravada, Zen und tibetischer Buddhismus sind. Den Dachverband des Buddhismus in Deutschland bildet die „Deutsche Buddhistische Union“.

In Deutschland gibt es ungefähr 250 000 Buddhisten. Die Hälfte davon sind Deutsche, während die andere Hälfte aus asiatischen Ländern stammt. Die Trennung zwischen den asiatischen und den deutschen Buddhisten ist dabei relativ stark ausgeprägt, die Asiaten bleiben oft unter sich. Am aktivsten ist der Buddhismus in Deutschland in Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin, aber auch in ländlichen Gebieten findet man mittlerweile immer mehr buddhistische Angebote. Buddhismus in Deutschland findet in vielen buddhistischen Zentren, Meditationskreisen und asiatischen Tempeln statt, die in ca. 600 buddhistischen Gruppen organisiert sind.
Er besteht aus einer Pluralität von Überlieferungen, Traditionen und Schulen, Inhalten und praktischen Anwendungen. Diese Pluralität ist ein typisches, allgemeines Kennzeichnen des Buddhismus im Westen.

Die „Deutsche Buddhistische Union“ ist ein Dachverband des Buddhismus in Deutschland, der 59 Richtungen des Buddhismus vertritt. Es gibt aber auch andere Organisationen, die dort nicht vertreten sind. Dazu gehören viele asiatische Vereinigungen, wie z.B. einige tibetische Schulen und viele japanische und chinesische Zen-Buddhisten. Die Geschichte des Buddhismus in Deutschland geht bis zu 150 Jahre zurück. In den 70er Jahren verbreitete sich Zen sehr stark, in den 80er Jahren der tibetische Buddhismus und seit den 90er Jahren ist ein allgemeiner, traditionsübergreifender „Buddhismus-Boom” zu verzeichnen. Dieser „Buddhismus-Boom” breitete sich nicht nur in den Medien aus, sondern beispielsweise auch unter Prominenten, in christlichen Akademien und an Volkshochschulen. Er wurde jedoch auch kritisiert, weil er häufig wenig mit dem ursprünglichen Buddhismus zu tun habe.

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