Der Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Weltreligion, in welcher der Mensch in seiner eigenen Verantwortung steht. Es gilt das Prinzip von Ursache und Wirkung. Außerdem zeichnet sie sich durch Gewaltlosigkeit und Toleranz aus.

Die Grundlagen der buddhistischen Lehre

Der Buddhismus lehrt die Erkennung des eigenen Geistes

Der Buddhismus lehrt die Erkennung des eigenen Geistes

Das Ziel der buddhistischen Lehre liegt in der Erkennung der Natur des Geistes.Solange dies nicht der Fall ist, gehören neben Liebe und Freude auch Leid. Des Weiteren werden Alter, Tod und Krankheit als unvermeidbar hingenommen und unangenehm erlebt. Im Buddhismus werden die Ursachen aufgezeigt, welche den Geist verhindern, seine wahre Natur zu erkennen. Der Buddhismus geht davon aus, dass unser „Selbst“, unser Bewusstsein, nicht unser Körper ist. Es benutzt ihn lediglich wie ein Werkzeug. Dies sollte jedoch möglichst sinnvoll erfolgen. Im Augenblick des Todes verlässt unser Bewusstsein die körperliche Hülle, um sich mit den Eindrücken und Erfahrungen des vorherigen Lebens zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit einem anderen, neuen Körper zu vereinen. Im Buddhismus gibt es keine Dogmen. Es muss an nichts geglaubt werden. Das Ziel ist die vollständige Entfaltung der in jedem Menschen innewohnenden Möglichkeiten. Jeder steht selbst in vollständiger Eigenverantwortung. Es gilt das Prinzip von Ursache und Wirkung. Wer Leid erleben muss, hat in der Vergangenheit die Ursachen dafür selbst geschaffen. Diese können auch in einem vorherigen Leben liegen. Ein rückgängig machen ist nicht möglich, auch wenn es aus Unwissenheit und fehlender Reife geschah. Die absolute Eigenständigkeit und Eigenverantwortung im Buddhismus bedeutet nicht die Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben und Leid anderer Menschen und Lebewesen. Buddhisten sollten daher unvoreingenommen gegenüber anderen Personen auftreten und ihre Hilfe anbieten, wo immer Hilfe benötigt wird.

Die unterschiedlichen Wege im Buddhismus

Die unterschiedlichen Einteilungen sind nur verschiedene Wege, die für die geistliche Entwicklung eingeschlagen werden können. Es handelt sich nicht um Gegensätze, sondern um unterschiedliche Zugänge, die sich ergänzen und aufeinander aufbauen. Die im Folgenden vorgestellten drei Wege beziehen sich in ihrer Einteilung auf die Meditationspraxis. All diese Wege basieren auf den buddhistischen Weisheiten.

Theravada (Kleiner Weg, Schule der Ältesten)

Im Theravada geht es um die Beruhigung des Geistes und das mögliche Verhindern von Leid und Alltagsschwierigkeiten. Die Schwerpunkte liegen in der Vermeidung schwieriger Situationen und einem positivem Auftreten und Verhalten. Daher ist Theravada oft mit Mönchs- und Nonnentum verbunden. Das Ziel ist die Erkenntnis eines unabhängigen Ichs und die damit verbundene Besiegung aller geistigen Tendenzen, die diese Erkenntnis verhindern.

Mahayana (Großer Weg)

Der Mittelpunkt im Mahayana liegt in der Entwicklung von Weisheit, Liebe und Mitgefühl. Das eigene Leben und das der anderen Menschen soll sinnvoller und reicher gestaltet werden. Es werden die Fähigkeiten vervollkommnet, um allen Lebewesen bestmöglich zu dienen. Wenn alle geistigen Eigenschaften sich bis zur vollen Reife entwickelt haben, ist die Buddhaschaft erreicht. Bekanntester Vertreter dieses Weges ist der 14. Dalai Lama.

Vajrayana (Diamantweg)

Im Vajrayana wird davon ausgegangen, dass alle Lebewesen die erleuchteten Eigenschaften, wie Furchtlosigkeit, Freude und Mitgefühl, bereits besitzen. Ziel ist die Beseitigung des Schleiers, der verhindert, dies wahrzunehmen. Dieser Weg wird insbesondere von Menschen begangen, die ihrer eigenen Buddhanatur und die aller Lebewesen vertrauen. Es wird angestrebt, alles auf einer höchstmöglichen und reinsten Ebene zu erleben und somit den gesamten Reichtum aus jeder Lebenslage zu erfahren.

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